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Betriebshinweise

Ladekabel für Wetter-Maus und Europa-WetterDie NAVCODE Wetter-Maus ist sowohl für den ständigen
Bord-Betrieb am Navigations-PC (online) als auch für die sporadische Nutzung (offline) am Notebook geeignet.

Während der Bordabwesenheit kann der Empfangsbetrieb außerdem mit einem Ladekabel ohne PC-Anschluß aufrecht erhalten bleiben. Mit dem Ladekabel benötigt die Wetter-Maus nur 0,3 Watt im Dauerbetrieb an 12 und 24V Bordnetzen.
 

Hier finden Sie wichtige Betriebshinweise, die Sie beim täglichen Einsatz der Wetter-Maus beachten sollten:

 

Offline-Betrieb

Hierbei wird die betriebsbereite Wetter-Maus ohne PC-Anschluß eingesetzt. Der interne Akku erlaubt einen kontinuierlichen Empfang von Seewetterberichten für ca. 24h. Mit dem Power-Akku ist ein ununterbrochener Empfangsbetrieb von 11 Tagen möglich. Alle Nachrichten werden im internen Puffer gespeichert. Bei leerem Akku wird der Empfänger ausgeschaltet, die Daten bleiben erhalten.

Zum Auslesen (z.B. abends im Hafen) wird die Wetter-Maus am USB-Port angeschlossen. Nach wenigen Sekunden sind alle Vorhersagen und 5-Tages Prognosen zum PC übertragen. Gleichzeitig wird der Akku der Wetter-Maus wieder aufgeladen. Die Ladezeit hängt vom Akku ab (Standard-Akku ca. 60 bis 90 Minuten, Power-Akku ca. 3,5 Std.). Die Wetter-Maus bleibt auch im Ladebetrieb empfangsbereit.

Im Dauerbetrieb am Bordnetz mit dem Bordladekabel, z.B. während Ihrer Abwesenheit im Wochenverlauf, werden veraltete Nachrichten automatisch gelöscht. Wenn Sie am nächsten Wochenende an Bord kommen, liegen die aktuellen Seewetterberichte vor.

 

Online-Betrieb

Ist ein Navigations-PC mit Seekartensoftware und GPS-Empfänger, z.B. Navcode Marine GPS-Maus vorhanden, bleibt der PC in der Regel auch während des Törns eingeschaltet.

Die Wetter-Maus kann am zweiten USB-Port permanent angeschlossen sein und überträgt online aktuelle Wetter-Daten zum PC. Ist die Wetter-Software dabei nicht aktiv, werden alle Nachrichten in der Wetter-Maus gespeichert.

 

Empfangskontrolle und Betriebssteuerung

Der Empfang ist optimal, wenn die LED der Wetter-Maus regelmässig blinkt. Im Online-Betrieb kann die Empfangsqualität zusätzlich am PC mit dem Empfangstest angezeigt werden. Somit lässt sich ein einfacher Unter-Deck-Betrieb realisieren. Auf Stahlschiffen wird die Wetter-Maus in die Nähe eines Fensters oder in die Plicht gelegt.

Wollen Sie die Wetter-Maus sowohl an Bord als auch zu Hause einsetzen, lassen Sie den Empfänger einfach permanent eingeschaltet. Für den reinen Wochenendbetrieb kann die Wetter-Maus aufgeladen und per Software bis zum nächsten Törn ausgeschaltet werden.

 

UTC-Zeit

Links unten wird die UTC-Zeit in der Statuszeile dargestellt. Bitte beachten Sie, daß alle Zeiten im DWD Sendeplan in UTC angegeben ist. Es gilt: UTC (Sommer) = GZ - 2h, UTC (Winter) = GZ - 1h (GZ: Gesetzliche Zeit).

HinweisDie UTC-Zeit wird von Ihrem Betriebssystem berechnet. Hierzu ist die Angabe der minutengenauen lokalen Zeit notwendig, sowie die Auswahl der richtigen Zeitzone, in der Sie sich befinden.

 

Nachtstunden

In den Nachtstunden (zwischen ca. 22:30 UTC und 05:00 UTC) wird der DWD Sender ausgeschaltet. Die Kontroll-LED blinkt in den Sendepausen nicht oder unregelmäßig. Der Sendebetrieb startet morgens um ca. 5:00 UTC mit den Sturmwarnungen.

 

Wartungsarbeiten am DWD-Sender

Während der Sommermonate werden tagsüber sporadisch Wartungsarbeiten am Sender bzw. an der Antenne durchgeführt, wozu die Sendeanlage abgeschaltet werden muß. Daher kann es vorkommen, daß Seewetterberichte ausfallen. Diese Arbeiten sind jedoch nur von kurzer Dauer, sodaß eine Ankündigung nicht erfolgt.

HinweisGeplante Wartungsarbeiten werden ca. 10 bis 14 Tage zuvor in den Allgemeinen Hinweisen (Meldungstyp: NODL 40) angekündigt.

Während der Wartungsarbeiten oder Reparaturen ist natürlich kein Empfang möglich, ggfs. erhalten Sie auch ‘verstümmelte’ Nachrichten.

Während der Senderabschaltung blinkt bzw. flackert die LED an der Wetter-Maus unregelmäßig

AchtungBitte beachten Sie regelmäßig die Ankündigungen in den Allgemeinen Hinweisen. Der Vermerk: NIL (nihil) bedeuted, daß zur Zeit keine Hinweise/Nachrichten bzw. Planungen zu Wartungsarbeiten vorliegen.

 

Betrieb am USB-Hub (USB-Verteiler)

Die Wetter-Maus ist zum Betrieb an aktiven USB-Ports vorgesehen (z.B. PC, Notebook usw.). USB- Verteiler, sogenannte USB-Hubs, gibt es in passiver und aktiver Ausführung als Computer-Zubehör. Die Wetter-Maus darf aufgrund des erhöhten Strombedarfs beim Laden (ca. 180 bzw. 450 mA beim Power-Akku) nur an aktiven USB-Hubs (das sind Verteiler mit eigener Stromversorgung) betrieben werden.

 

Empfang von Nordeuropa-Wetter (Langwelle, 147.3 kHz)

Der DWD sendet Seewetterberichte auf Langwelle (147.3 kHz) und Kurzwelle. Die Wetter-Maus empfängt die DWD Langwelle 147.3 kHz und ist für das Fahrtgebiet: Nordsee, Ostsee und das Ijsselmeer vorgesehen.

Jeder Frequenzbereich hat spezielle Ausbreitungseigenschaften: Langwelle breitet sich als Bodenwelle aus und deckt den Nahbereich bis ca. 1000 km ab

Kurzwelle hingegen breitet sich als Raumwelle aus, d.h. sie wird mehrfach zwischen der Erdoberfläche und einer leitenden Schicht in ca. 70 km Höhe, der Ionosphäre, reflektiert. Zwischen den Reflexionspunkten ist kein Empfang möglich: Man spricht hier von der toten Zone. Folgendes Bild verdeutlicht den Sachverhalt:
 
Boden- und Raumwelle

Die Bodenwelle (1) folgt der Erdkrümmung.  Über dem Meerwasser ist die Reichweite außerdem erheblich größer, was aus der besseren spezifischen Leitfähigkeit des Meerwassers (gegenüber dem Erdboden) resultiert! Der Sender des DWD steht in Pinneberg, bei Hamburg und versorgt einen Radius von ca. 800 bis 1200 km.

Die Raumwelle (2) trifft hingegen erst sehr viel weiter wieder auf die Erdoberfläche auf, wo man sie empfangen kann. Teilweise wird die Raumwelle von einer tiefer gelegenen Schicht der Ionosphäre wieder in Richtung Weltall reflektiert, wodurch sehr hohe Reichweiten (mit größeren toten Zonen) entstehen. Das sieht dann so aus:

Mehrfach reflektierte Raumwelle

Daher ist im Nahbereich zum Empfang von DWD-Seewetterberichten ein Wetterdekoder mit Langwelle (147.3 kHz = Bodenwelle) einzusetzen.

Die Navcode Wetter-Maus empfängt die DWD Langwelle 147.3 kHz in einem Radius von ca. 600 km rund Pinneberg bei Hamburg (Senderstandort). Die eingebaute Ferritantenne hat eine Richtwirkung, die sich ab ca. 500 km ‘bemerkbar’ macht. Bei größeren Entfernungen zum Senderstandort kann durch Drehen der Wetter-Maus diese Richtwirkung ausgenutzt und auch erheblich größere Reichweiten erzielt werden.

Bitte beachten Sie, daß die Wetter-Maus ausreichend entfernt von Metallteilen und elektronischen Geräten plaziert werden muß (ca. 30 cm). Metall schirmt den Empfang ab, Elektronik (z.B. das Ladegerät für den Bordakku) können Störimpulse aussenden.

Tip: Eine Plazieren auf dem Boden (knapp oberhalb der Wasseroberfläche) bringt oft verblüffend gute Empfangsergebnisse auch bei Entfernungen > 600 km zu Pinneberg.

 

Empfangsstörungen

EmpfangsstörungenSie haben keinen, schlechten oder sporadisch schlechten Empfang? Die Ursachen sind leicht zu finden. Wenn Sie tagsüber keinen Empfang haben und die LED an der Wetter-Maus nur selten aufleuchtet, kann der DWD Wartungsarbeiten an der Anlage durchführen. Diese werden oftmals in die Sommermonate gelegt. Wartungsarbeiten dauern zwischen 1 Tag bis zu einer Woche (auch über das Wochenende). Solche länger andauernden Wartungen werden ca. 14 Tage zuvor in den Allgemeinen Hinweisen angekündigt.

Sporadische Störungen (Ausfall bis zu einem Tag) können auftreten, wenn z.B. bei Straßenbauarbeiten eine der Standleitungen zwischen der Wetterzentrale in Frankfurt und der Sendestelle Pinneberg gekappt wird. Das tritt häufiger auf, als vermutet. Die Datenübertragung wird aber in der Regel im Tagesverlauf wieder aufgenommen und der Sendebetrieb innerhalb 24h fortgesetzt. Auch kann im DWD-Sender eine Sende-Röhre defekt gehen. Zwischenzeitlich hat der DWD einen Back-Up Sender installiert, jedoch dauert die Umschaltung auch einige Stunden, bevor der Ersatzsender in Betrieb gehen kann.

DWD (Deutscher Wetterdienst)Bitte vermeiden Sie unbedingt, den DWD oder die Sendestelle anzurufen! Die Männer kennen das Problem und arbeiten daran! Bitte warten Sie einfach ab und beobachten immer die Mitteilungen in den Allgemeinen Hinweisen.

Der Grund für schlechten Empfang (wenige Meldungen und verstümmelte Zeichen) liegt meist an der Ausrüstung an Bord. Bitte halten Sie einen Abstand zu Metallteilen von 30 bis 50 cm ein. Das gilt auch für die Fläche, auf die die Wetter-Maus abgelegt wird. Metall unter der Wetter-Maus dämpft den Empfang! Die Bordelektronik ist meist getaktet (Schaltnetzteil im Bordlader, NMEA-Bus zu den Tochteranzeigen usw.) Diese Taktungen können die Empfangsfrequenz des DWD überlagern. Halten Sie auch hier Abstand zur Bordelektronik - meist genügen schon wenige Zentimeter.

Netzteile von Notebooks können den Empfang stören, wenn das Notebook ausgeschaltet wird und  der Stecker in der Landsteckdose (230V) verbleibt. Manche Exemplare stören dann so sehr, daß der Empfang im Umkreis von einem Meter zum Netzgerät nicht mehr möglich ist. Ziehen Sie dann den Stecker aus der Steckdose und beobachten die LED an der Wetter-Maus.

Störungsverursacher an Bord kann man auch dadurch erkennen, indem man zunächst die Elektrik/Elektronik ausschaltet und die LED an der Wetter-Maus beobachtet. Danach werden die Geräte (Bordlader, Kühlschrank, Leuchtstoffröhren) nacheinander zugeschaltet. Sobald die LED an der Wetter-Maus nicht mehr regelmäßig blinkt, hat man den Verursacher der Störungen gefunden.

 

Akku-Betriebszeiten

Die Wetter-Maus wird mit einem Standard-Akku für 24h Dauerbetrieb ausgeliefert. Optional steht ein Power-Akku für 11 Tage Betriebszeit und einem erweiterten Speicher zur Verfügung.

Der Akku ist ein Verschleißteil: Die Lebensdauer hängt von der Art und Häufigkeit der Benutzung ab. Sie kennen den Akkuverschleiß von Ihrem Handy, der elektrischen Zahnbürste oder dem Akku-Rasierer. Für alle diese Geräte gilt, daß der Akku bis zur automatischen Geräteabschaltung benutzt werden soll, um anschließend wieder voll aufgeladen zu werden. Auch wenn moderne Lithium-Ionen und NiMH-Akkus keinen ausgeprägten Memory-Effekt mehr haben, wirkt eine unvollständige Entladung wie ein kompletter Entlade-Ladezyklus. Hochleistungszellen haben eine durchschnittliche Zykluszahl von 500 bis 800 Ladungen. Das gilt für das Handys genauso wie für die Wetter-Maus.

Eine Abschaltung im teilgeladenen Zustand wirkt sich ebenfalls auf die Lebensdauer ungünstig aus. Bitte beherzigen Sie unsere Empfehlung, die Wetter-Maus nur im voll geladenen Zustand abzuschalten. Verwenden Sie die Wetter-Maus im Empfangsbetrieb bis sie vollständig entladen ist und laden erst danach neu auf. Beim kontinuierlichen Betrieb mit dem Bordladekabel wird der Akku der Wetter-Maus zunächst voll geladen und danach mit einer Erhaltungsladung beaufschlagt. Dadurch wird der Akku geschont (keine Entlade-/Ladezyklen beim Einsatz des Bordladekabels).

Bitte beachten Sie, daß die Garantie auf Akkus 6 Monate beträgt. Wir geben die Garantie des Akku-Herstellers weiter und tauschen Akkus als Garantieleistung aus, die nach Kaufdatum innerhalb der ersten 6 Monate weniger als 80% der angegebenen Akkuleistung aufweisen. (Standardakku: Betriebszeit < 19 Stunden, Powerakku: Betriebszeit < 8 Tage).

HinweisBitte stellen Sie sicher, daß der Akku von Ihrem PC/Notebook auch ausreichend Ladestrom erhält. Insbesondere liefern Notebooks an den USB-Schnittstellen nicht immer die genormten 500 mA Strom! In diesem Fall wird der Akku nicht vollständig geladen und kann die vorgesehene Betriebszeit nicht erreichen. Mit dem Bordladekabel wird die Wetter-Maus immer vollständig geladen!

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